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Gebäude­energie­gesetz (GEG) – Was ist bei Neu- und Alt­bauten zu beach­ten?

Das GEG (Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude) ist jetzt vom Bundestag verabschiedet worden. Nachdem der Bundesrat zugestimmt hat, tritt es zum 01.11.2020 in Kraft.
Im GEG sind die Energie-Regelungen EnEG, EnEV und EEWärmeG für Gebäude zu einem Gesetz zusammengefasst.

Bürogebäude Außenansicht bei Nacht

Keine weiteren Verschärf­ungen für Neubauten und Bestands­gebäude

Laut EU-Richtlinie müssen Neubauten seit 2019 (öffentliche Gebäude) bzw. ab 2021 (alle übrigen Gebäude) in EU-Staaten einen Niedrigst­energie­gebäude-Standard erfüllen. Für die Erfüllung des Niedrigstenergiestandards für Gebäude wurden die seit 2016 geltenden Neubau­anforderungen der EnEV für ausreichend erklärt.

Von einer weiteren Senkung des Primär­energie­bedarfs um 20 Prozent wurde Abstand genommen, um eine weitere Verteuerung der Baukosten zu vermeiden. Eine neue Definition des Niedrigstenergiestandards bleibt abzuwarten.

Welche Neuerungen sind Gegenstand des GEG?

  • Einführung eines sogenannten Quartiersansatzes. Das bedeutet, dass Energieeinsparungen von alten und neuen Gebäuden innerhalb eines Quartiers gegeneinander aufgerechnet werden. Die Wirkungsweise soll bis 31.12.2023 getestet werden.
  • Einsatz von erneuerbaren Energien bei der Wärmeerzeugung wird für Neubauten verpflichtend.
  • Anrechnung von Strom aus Erneuerbaren Energien bei der energetischen Gebäudebilanz
  • Verbot von Ölheizungen ab 2026
  • Einführung obligatorischer Beratungsgespräche mit Energieberatern bei Verkäufen von Ein- und Zweifamilienhäusern
  • Bei Anbauten wird nur noch der Transmissionswärmeverlust der Bauteile nachgewiesen.
  • Energieausweise müssen die CO2 -Emissionen eines Gebäudes (bisher nur den Energiebedarf) sowie Angaben zu inspektionspflichtigen Klimaanlagen inkl. Datum der nächsten Inspektion verpflichtend ausweisen.

Hier nachlesen: Beschluss der Bundesregierung (10/2019)

Stand: Juni 2020
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2016: Was hat sich seitdem geändert?

Das Wärmegesetz für erneuerbare Energien verpflichtet Neubau-Eigentümer mit einer Wohnfläche von über 50 m² zum Einsatz von erneuerbarer Energie. Beträgt die Effizienz jedoch über 15 % des erforderlichen Wertes der EnEV, kann der Bauherr oder Eigentümer auf den Einsatz verzichten. Für sämtliche Bauanträge, die nach dem 1.1.2016 eingereicht worden sind, gelten mit weniger als 25 % Primärenergie strengere Werte als zuvor.

Stand: Juli 2019
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Energetische Teilsanierung für Altbauten

Auch für den Besitzer eines Altbaus gibt es neue Vorschriften durch die EnEV. Von der energetischen Komplettsanierung bleibt er zwar verschont, muss sich allerdings um Dach oder OG kümmern. Weil die Dämmung dabei den Anforderungen nach DIN 4108-2 Mindestwärmeschutz zu entsprechen hat, sollte dies durch einen Energieberater geprüft werden.

Selbstverständlich stehen nach wie vor die Förderprogramme der KfW-Bank zur Verfügung, die sich jedoch den strengeren Regeln der EnEV angepasst haben. Die Auflagen müssen vom Hausbauer in dem Fall nicht nur erfüllt, sondern übertroffen werden, um von Fördermitteln profitieren zu können.

Stand: Februar 2017
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EnEV fordert höheren Energie-Standard für Neubauten

EnEV fordert höheren Energie-Standard für Neubauten

Laut EU-Richtlinie müssen Neubauten seit 2019 (öffentliche Gebäude) bzw. ab 2021 (alle übrigen Gebäude) in EU-Staaten einen Niedrigstenergie-Standard erfüllen. Dieser sieht einen gegen Null gehenden Energiebedarf vor, der nahezu komplett über erneuerbare Energien abgedeckt wird.

Um dieses Ziel zu erreichen, sieht die derzeit gültige EnEV 2014 ab 2016 verschärfte Energieeinsparungen für Neubauten vor. Im Bereich der Anlagentechnik sollen weitere 25 %, im Bereich des Wärmeschutzes der Gebäudeaußenhülle sollen weitere 20 % des Primärenergiebedarfs eingespart werden.

Welche Neubauvorhaben sind davon betroffen?

  • Gebäude, für die in 2016 einen Bauantrag oder eine Bauanzeige eingereicht haben
  • Genehmigungsfreie Bauvorhaben, die in 2016 ausgeführt wurden

Gibt es Ausnahmen von der Verschärfung?

  • Bauvorhaben, die noch in 2015 per Bauantrag oder -anzeige beantragt, aber erst in 2016 ausgeführt worden sind
  • Genehmigungsfreie Bauvorhaben, die in 2015 begonnen wurden und 2016 fertiggestellt wurden
  • Neubau von Hallen mit einer Raumhöhe >= 4 m, Voraussetzung: dezentrale Versorgung über Gebläse- oder Strahlungsheizungen
  • Gebäude, für die die EnEV 2014 nicht zutrifft, z.B. Tierställe, Ferienhäuser, Kirchen etc.

Kann man sich von den Anforderungen der EnEV 2014 befreien lassen?

Wenn folgender Tatbestand vorliegt, kann man sich lt. § 25 der EnEV 2014 auf Antrag bei der zuständigen Baubehörde befreien lassen:

„…die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.“
Quelle: § 25 EnEV 2014

Stand: Oktober 2015
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Welche Neuerungen sah die EnEV in 2015 vor?

2015: Welche Neuerungen sah die EnEV vor?

Januar 2015:

Ab Jahresbeginn 2015 dürfen Heizkessel (mit einer Nennleistung zwischen 4 und 400 Kilowattstunden), die flüssige oder gasförmige Brennstoffe nutzen und vor dem 01.01.1985 installiert wurden, nicht mehr betrieben werden.

Das gilt nicht für:

  • Niedrigtemperatur- und Brennwertkessel
  • Anlagen zur Warmwasserbereitung
  • Küchenherde
  • Geräte, die lediglich einen Raum beheizen
  • Heizkessel in Gebäuden mit max. 2 Wohnungen, die vom Eigentümer am 01.02.2002 zumindest teilweise selbst bewohnt wurden. In diesem Fall muss der Heizkessel erst nach einem Eigentümerwechsel erneuert werden.
  • Fälle, in denen die Kosten für einen Heizkesselaustausch nicht innerhalb einer bestimmten Frist durch nachträgliche Einsparungen kompensiert werden können.

Später installierte Heizkessel, also ab dem 01.01.1985, sind nach 30 Jahren auszutauschen.

Quelle: EnEV-online

Februar 2015:

Laut NAPE (Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz) sollen für energetische Gebäudesanierungen weitere Fördergelder und somit Anreize zur Verfügung gestellt werden. Geplant sind Fördergelder in Höhe von 1 Milliarde € jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Bis Ende Februar werden von Bund und Ländern finale Entscheidungen getroffen werden.

Das soll sich ändern:

  • Fördermittel sollen einfacher beantragt und schneller bearbeitet werden.
  • Ab Mitte 2015 Förderprogramm für energetische Maßnahmen von Gewerbegebäuden
  • Energetische Sanierungsmaßnahmen von privaten, selbst bewohnten Gebäuden sollen steuerlich abgesetzt werden können, solange sie die Energieeffizienz steigern bzw. erneuerbare Energien nutzen.

Später installierte Heizkessel, also ab dem 01.01.1985, sind nach 30 Jahren auszutauschen.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

März 2015:

Ab 1. März 2015 werden vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) höhere Zuschüsse für Vor-Ort-Beratungen gewährt.

Zuschüsse:

  • Ein- und Zweifamilienhäuser: 60 % der förderfähigen Beratungskosten, max. 800 €
  • Wohngebäude mit mind. 3 Wohneinheiten: max. 1.100 €
  • Wohnungseigentümerversammlungen oder Beiratssitzungungen: 100 % der förderfähigen Beratungskosten für zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts, max. 500 €

Darüber hinaus kann man in der Vor-Ort-Beratung nach der neuen Richtlinie hinsichtlich des Energieberatungsberichts zwischen der Erstellung eines energetischen Gesamtsanierungskonzepts und einem Sanierungsfahrplan (Sanierung in Schritten mit Einzelmaßnahmen) wählen.

Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Mai 2015:

Ab dem 01.05.2015 müssen Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien zwingend Energiekennwerte des jeweiligen Gebäudes angeben. Ordnungswidrigkeiten werden mit Bußgeldern bis zu 15.000 € geahndet.

Quelle: EnEV-online

Juli 2015:

Am 01.07.2015 soll das neue EWärmeG (Erneuerbare-Wärme-Gesetz) in Kraft treten. Die Novelle sieht bei der Sanierung einer Heizungsanlage die Erhöhung des Pflichtanteils erneuerbarer Energien in Bestandsgebäuden von 10 auf 15 % vor. Bei der Erfüllung werden neben der Solarthermie eine Reihe weiterer Möglichkeiten zugelassen. Neu ist auch, dass diese Pflicht nun auch für Nichtwohngebäude gilt.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima, Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Januar 2016:

Oberste Geschossdecken von Wohn- und Nichtwohngebäuden, die jährlich mind. vier Monate beheizt werden, müssen ab 01.01.2016 gegen einen unbeheizten Dachraum ohne Mindestwärmeschutz gedämmt werden (geforderter Wärmedurchgangskoeffizient: 0,24 Watt/(m²K)).

Das gilt nicht für:

  • Wohngebäude mit max. 2 Wohnungen, die vom Eigentümer am 01.02.2002 zumindest teilweise selbst bewohnt wurden. In diesem Fall muss die oberste Geschossdecke erst nach einem Eigentümerwechsel gedämmt werden.
  • Fälle, in denen die Kosten für die Dämmung der obersten Geschossdecke nicht innerhalb einer bestimmten Frist durch nachträgliche Einsparungen kompensiert werden können.

Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima, Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Stand: Januar 2015
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